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Stadt Langenburg : Druckversion

Rathaus-News

Jahresrückblick 2018

Jahresrückblick 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
sehr geehrte Damen und Herren,

zu Beginn des neuen Jahres möchte ich wieder die Gelegenheit nutzen,
die wichtigsten kommunalen Ereignisse und Begebenheiten des vergangenen Jahres zusammenfassen.

Nach wie vor beschäftigte den Ortschafts- und Gemeinderat das Starkregenereignis vom Mai 2016, was auch
in diesem Jahr noch der Fall sein wird. Nach den Sofort- und Sicherungs-maßnahmen, die in den Wochen nach
dem Starregenereignis in Bächlingen und Hürden durchgeführt worden sind, erfolgte im letzten Jahr die Sanierung
des Ziegelbachs innerhalb der Bächlinger Ortslage. Nach einer Bürgerinformationsveranstaltung, die am 11. September
im Rezzenhaus stattgefunden hat, wurde im Herbst mit der Sanierung des Ziegelbachs au-ßerhalb der Ortslage begonnen.
Neben der Sanierung des Geröllfangs oberhalb der Landes-straße werden zwei Abstürze und der untere Geröllfang neu erstellt.
Die Baumaßnahmen werden fortgesetzt, sobald es die Witterung zulässt.

Nachdem in Ludwigsruhe eine ehemals landwirtschaftlich genutzte Scheune zur Eventscheune um- und ausgebaut werden sollte,
war es erforderlich, das Gut Ludwigsruhe an die öffent-liche Abwasserbeseitigung anzuschließen. Hierzu wurden in Ludwigsruhe
eine Pumpstation und zwischen Ludwigsruhe und der Einfahrt zum Gewerbegebiet „Atzenrod Nordost“ eine Abwasserdruckleitung
gebaut. In diesem Zug wurden gleich Leerrohre für die Breitbandver-sorgung eingelegt. Zur Versorgung aller Gemeinden im Landkreis
mit schnellem Internet hat sich auch die Stadt Langenburg der Backbone-Planung des Landkreises Schwäbisch Hall angeschlossen.
In alle Teilorte sollen hierbei Glasfaserleitungen gelegt werden.

Inzwischen ist der Abwasseranschluss des Hofguts Ludwigsruhe an die Kanalisation in Langenburg hergestellt und die Eventscheune
eingeweiht und erfolgreich in Betrieb genommen worden. Mit der neuen Eventscheune mit zahlreichen Hochzeiten und Firmenveran-
staltungen und der neuen Empfangshalle des Mawell Resorts mit weiteren Suiten wird der Tourismus in Langenburg einen weiteren
Aufschwung erfahren. Auch die geplante Waldwipfelschwimmrin-ne wird – sofern sie genehmigt werden sollte – aufgrund ihrer
Einzigartigkeit weitere Touristen nach Langenburg locken.

Nach der Aufnahme der Stadt Langenburg in das Landessanierungsprogramm wurden im Sanierungsgebiet „Südliche Vorstadt II“
die ersten kommunalen und privaten Maßnahmen umgesetzt. Als kommunale Maßnahme wurde der baufällige Pavillon am Ehrenmal
saniert und ein Vorentwurf für die dringend notwendige Sanierung der Gartenstraße erstellt. Der Vor-entwurf wurde im Rahmen einer
Informationsveranstaltung mit den betroffenen Angrenzern diskutiert, so dass ihre Ideen und Anregungen in der weiteren Planung
berücksichtigt werden können. Im Januar wird die Vorplanung dem Gemeinderat vorgestellt und anschließend ein Ausgleichstockantrag
beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereicht. Sollte der beantragte Zuschuss bewilligt werden, könnte im Herbst 2019 mit der
Sanierung der Gartenstraße be-gonnen werden.

Da im letzten Jahr die restlichen Bauplätze im Baugebiet „Friedenstraße“ verkauft worden sind, wurden vier weitere Bauplätze erschlossen,
die nun zum Verkauf anstehen. Nachdem diese Bauplätze bereits von Bauinteressenten reserviert worden sind, könnte aufgrund des
Bedarfs die weitere Erschließung des Baugebiets zwischen dem Aubäcker und dem Freibad abschnittsweise erfolgen. Hierbei könnte dann
auch die Verbindungsstraße zwischen der Friedenstraße und der Landesstraße Richtung Michelbach gebaut werden, die das inzwischen
sehr hohe Verkehrsaufkommen in der Friedenstraße im Bereich der Schule und des Kinder-gartens erheblich reduzieren und dort zu
einer Entlastung führen würde.

Im Baugebiet Friedenstraße werden vier weiter Bauplätze in leicht geneigter Südhanglage erschlossen.

Im Teilort Nesselbach wurde vom Gemeinderat ein Bebauungsplan für ein Mischgebiet be-schlossen, so dass sich dort junge Familien niederlassen
können. Die Erschließung des schön gelegenen Baugebiets mit Straße, Wasser- und Abwasseranschluss erfolgt vereinbarungs-gemäß über
die Bauherren, die sich diesbezüglich zu einer GbR zusammengeschlossen ha-ben.

Bedingt durch steigende Bevölkerungs- und Geburtenzahlen platze der Kindergarten aus allen Nähten. Es bestand dringender Handlungsbedarf,
weitere Betreuungsplätze im Kindergarten auszuweisen. Als kostengünstige, flexible und schnell umsetzbare Lösung erschien hierbei, einen
Kindergarten für zwei Kleinkindgruppen mit den erforderlichen Nebenräumen in Modul-bauweise von einem Dritten (KommInvest) bauen zu
lassen und diesen nach Fertigstellung zu erwerben. Ende Juli fiel hierzu die finale Entscheidung im Bauausschuss und nur vier Monate später
konnte der Kindergarten in Betrieb genommen werden. Für das Mobiliar und Spielgerä-te spendete die evangelischen Kirchengemeinde
80.000 EUR an die Stadt Langenburg, wofür ich mich an dieser Stelle nochmals sehr herzlich bedanken möchte.


Der neue Kindergarten ist fertig und wurde im Anfang Dezember eingeweiht. Im Rahmen der Einweihungsfeier konnte der Kindergarten besichtigt werden.
Mit der neuen Mensa, der generalsanierten Grundschule und dem neuen Kindergarten ein-hergehend mit selbstgekochtem kindgerechtem Mittagessen
und Ganztagsbetreuung wurde in den vergangenen Jahren sehr viel für Kinder und junge Familien erreicht. Die Kinder- und Familienfreundlichkeit hat
einen hohen Stellenwert in der kommunalpolitischen Ausrichtung, was sich im Zuzug junger Familien in unsere Stadt widerspiegelt. In Langenburg leben
heute 127 Einwohner mehr, als noch vor fünf Jahren.

Stärkeres Gewicht wird künftig aber auch die Seniorenarbeit einnehmen, um die Herausfor-derungen einer immer älter werdenden Gesellschaft meistern
zu können. Hierzu gab es be-reits zwei Veranstaltungen, die gemeinsam mit dem DRK-Kreisverband Schwäbisch Hall-Crailsheim organisiert und durchgeführt
wurden. Neben den Themen, wie Besuchsdienste und Betreuung älterer Menschen war und ist die Mobilität ein bedeutendes Thema. Bürgerbus und Mitfahrgelegenheiten,
aber auch Car-Sharing, sind Möglichkeiten, die Mobilität im ländli-chen Raum nachhaltig zu verbessern. Die Mobilität wird ein Schwerpunkthema im Gemein-derat sein,
die zunächst im Rahmen einer Klausurtagung des Gemeinderats erörtert werden soll.

Gerade auch für Senioren ist es sehr erfreulich, dass in Gerabronn über den Landkreis Schwäbisch Hall eine Außenstelle des Medizinischen Versorgungszentrums
Crailsheim einge-richtet worden ist. Damit konnte die hauärztliche Versorgung in unserer Raumschaft weiterhin aufrechterhalten und mittelfristig sichergestellt werden.
Ohne MVZ wäre das aller Wahr-scheinlichkeit nach nicht möglich gewesen. Noch weitere Fahrten über die desolaten Landes-straßen oder mit dem unzureichenden
öffentlichen Personennahverkehr hätten in Kauf ge-nommen werden müssen, um einen Hausarzt aufsuchen zu können. Dies konnte durch das MVZ abgewendet werden,
wofür ich sehr dankbar bin.

Hinsichtlich des Windparks im Brüchlinger Wald informierte Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg in der letzten Gemeinderatssitzung, dass die Deutsche Flugsicherung
die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung inzwischen zertifiziert und die Unterlagen beim Regie-rungspräsidium Karlsruhe, das für die Flugsicherung zuständig ist,
zur Genehmigung einge-reicht hat. Auch die Zusage, dass eine Stiftung gegründet wird, die gemeinnützige Projekte in den vom Windpark Brüchlinger Wald betroffenen
Gemeinden unterstützt, wurde eingehalten. Die Stiftungsurkunde wurde Mitte Dezember von Fürst Philipp unterzeichnet, so dass nun jährlich 35.000 EUR für gemeinnützige
Zwecke ausgeschüttet werden können. Über die Aus-schüttung entscheidet der Stiftungsrat, der sich aus Vertretern der Gemeinderäte aus Gerab-ronn und Langenburg
sowie des evang. Kirchengemeinderats Langenburg zusammensetzt.

Eingeweiht werden konnte im letzten Jahr die neue Eventscheune in Ludwigsruhe. Das Ma-well Ressort und die Firma Rokla GmbH feierten 5jähriges und die Galerie am
Tor 25jähriges Betriebsjubiläum. Der TSV Langenburg feierte mit einem tollen Programm in der Stadthalle sein 125jähriges Bestehen und im April fand in der Krone die
Gründungsversammlung des Landfrauenvereins Langenburg statt. Die Pizzeria und das Wibelehäusle fanden neue Pächter und wurden wieder eröffnet. Der Stadt
Langenburg wurde nach zwei Jahren erneut das Fairt-rade-Siegel verliehen und darf sich weiterhin Fairtrade-Stadt nennen. An dieser Stelle noch-mals herzlichen
Glückwunsch, sei es zur Einweihung, zum Jubiläum oder zur Neugründung bzw. Neueröffnung.

„Des einen Freud, des anderen Leid“, so kann der heiße und trockene Sommer des vergan-genen Jahres zusammengefasst werden. Für die Forst- und Landwirtschaft
ein Katastrophenjahr, für die vielen Langenburger Veranstaltungen und das Freibad ein gutes Jahr. Kaum eine Veranstaltung, sei es von den Vereinen, vom Schloss
oder von der Stadt, fiel witterungsb-dingt ins Wasser und das Freibad erzielte seit 2003 wieder ein Rekordjahr mit über 40.000 Badegästen.

Insgesamt haben die zahlreichen Veranstaltungen der Vereine, des Schlosses, der Kirche, der Kommune und sonstigen Institutionen im Jahresverlauf wieder
dazu beigetragen, dass das kulturelle, gesellschaftliche und gesellige Leben in Langenburg nicht zu kurz gekommen ist. Allen, die hierbei mitgewirkt haben,
dass Langenburg auch im letzten Jahr wieder mit einem derart ausgeprägten und vielschichtigen Angebot aufwarten konnte, möchte ich sehr herzlich danken.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
am Ende meines Jahresrückblicks, der natürlich nicht alles erfassen kann, was sich sonst noch im vergangenen Jahr ereignet hat, möchte ich mich bei allen,
die sich im vergangenen Jahr wieder für unsere lebens- und liebenswerte Stadt eingesetzt und engagiert haben, sehr herzlich bedanken. Persönlich möchte
ich mich an dieser Stelle nochmals für Ihr Vertrauen bei der Bürgermeisterwahl am 22. April bedanken. Mit einer Wahlbeteiligung von 48 % und einer
Zustimmung von über 93 % war ich sehr zufrieden. Ich hoffe, dass ich Ihr Vertrauen in den kommenden Jahren durch meine Arbeit weiterhin rechtfertigen kann.

Sehr geehrte Damen und Herren,
in den kommenden Jahren wird es weiterhin viele Herausforderungen zu bewältigen geben – sei es in finanzieller, in baulicher oder gesellschaftspolitischer Hinsicht.
Lassen Sie uns wei-terhin positiv nach vorne blicken und gemeinsam daran arbeiten, Langenburg erfolgreich wei-terzuentwickeln und voranzubringen.
Ich hoffe deshalb auch in diesem Jahr wieder auf ein gutes Miteinander und Ihre Unterstützung.

Namens des Gemeinde- und Ortschaftsrats sowie der Stadtverwaltung – aber auch persönlich – wünsche ich Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürgern,
sowie allen Gästen unserer Stadt ein glückliches und gesundes Jahr 2019.

Ihr
Wolfgang Class
Bürgermeister

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